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Studie: Perspektive Leerstand

9. November 2011
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Kategorie: Studie
Name: Perspektive Leerstand
Vertreter: TU Wien / ISRA: Mara Verlic und Wencke Hertzsch
Stadt: Wien
Organisationsform: Forschungseinrichtung


IDEENSKIZZE: Drehbuch zum Vortrag „Perspektive Leerstand“

Der Vortrag basiert auf einem Forschungsprojekt zum Themenbereich Perspektiven der Leerstandsnutzung in Wien am Department für Raumentwicklung, Infrastruktur- und Umweltplanung an der TU Wien in Auftrag und Kooperation mit der IG Kultur. Das Forschungsprojekt läuft seit April 2011: Phase 1 ist bereits abgeschlossen, mit Phase 2 wird gerade begonnen. Im ersten Teil des Projektes wurden grundlegende Begriffe zum Themenbereich Leerstandsnutzung geklärt, in theoretischer Perspektive nach den Potentialen alternativer Raumnutzungskonzepte gefragt, ein historischer Überblick über die Leerstandsnutzung sowie ein Einblick in die aktuelle Situation von Angebot und Nachfrage in Wien gegeben und schließlich ein Dimensionenschema für die Charakterisierung unterschiedlicher Leerstandsnutzungen entworfen und anhand von Fallbeispielen ausgeführt. Aus diesem ersten Teil der Forschungsarbeit kristallisierte sich die Schaffung eines Leerstandsmanagements zur Vermittlung zwischen Eigentümer_innen leerstehender Räume und potentiellen Nutzungsinteressenten als interessante Option für die Stadt Wien heraus. Im zweiten Teil des Forschungsprojektes soll daher internationalen Erfahrungen und Best bzw. Bad Practice Beispielen von Leerstandsnutzungsagenturen nachgegangen werden.

Der Vortrag bei den Experimentdays wird sich in Anlehnung an das Forschungsprojekt in zwei Teile gliedern:

 TEIL 1: STUDIE: Zusammenfassung zentraler Ergebnisse

Präsentiert wird ein historischer Kurzüberblick anhand einer im Zuge des Forschungsprojektes entworfenen Timeline über Leerstandsnutzungen in Wien und ausgewählten Fallbeispielen – Stichworte: Veränderungen in der Besetzungskultur und dem Umgang der Stadt Wien seit den 1960ern // sozialdemokratische Befriedungspolitik // Interesse der Stadtpolitik an Zwischennutzungen in jüngerer Zeit. Erläutert werden außerdem die erarbeiteten Dimensionen, anhand derer einzelne Nutzungen charakterisiert werden können und die im engen Zusammenhang mit den spezifischen Potentialen von Leerstandsnutzungen für die Stadtentwicklung stehen. Das Ermöglichen vonalternativen Räumen in der Stadt Wien erscheint so als erstrebenswertes Ziel der Stadtpolitik, für dessen Umsetzung im Sinne einer verräumlichten Kulturpolitik eine Form des Leerstandmanagements gefunden werden sollte.

 TEIL 2: AUSBLICK: Handlungsmöglichkeiten für die Stadtplanung

Der zweite Teil des Vortrags zeigt mögliche Entwicklungs- und Steuerungsoptionen für den Umgang mit Leerstand in Wien sowie darauf aufbauende Handlungsempfehlungen für die Stadtplanung. Fragen die sich daraus ergeben für den Aufbau einerAgentur für Leerstandnutzungen in Wien stehen dabei im Vordergrund. Dazu werden anhand von Beispielen Themen wie Belebungsstrategien für die Erdgeschoßzonen, Zwischennutzungsprojekte für ehemalige Industriezonen und Maßnahmen der Deregulierungspolitik im Sinne einer Planung der Nicht-Planung diskutiert.


Wencke Hertzsch

Mara Verlic

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